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Bundesliga Saisonrückblick 2021/22

1. Bundesliga: Der FC Bayern München bei der Meisterfeier. Foto: ©IMAGO / kolbert-press

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Bundesliga-Saison 2021/22 offiziell beendet. Wir blicken mit euch auf die wichtigsten Momente zurück.

Rückblick auf die Saison

Die 59. Bundesliga-Saison startete mit einer traurigen Nachricht. Noch während der erste Spieltag läuft, erschütterte die Nachricht vom Bomber der Nation Fußball-Deutschland. Gerd Müller starb am 15. August 2021 und die Bundesliga trauert. Und als dann die Bundesliga so richtig in die Gänge kam, war sie eigentlich auch schon wieder vorbei.

Am fünften Spieltag übernahm der FC Bayern München die Tabellenführung und gab sie bekanntermaßen nicht mehr aus der Hand. Nichtsdestotrotz fixierte der Rekordmeister den Titel erst am 31. Spieltag mit einem 3:1-Sieg gegen den hartnäckigsten Verfolger Borussia Dortmund. Für die Bayern ist es die zehnte Meisterschaft in Serie.

Die vermeintlich gähnende Langweile der Bundesliga liegt aber längst nicht nur an der Dominanz der Münchner. Vielmehr ist sie auch dem Unvermögen der Verfolger aus Dortmund, Leipzig oder Leverkusen geschuldet.

So lief die Saison für Dortmund, Bochum & Co.

Gerade beim BVB lief unter Neu-Coach Marco Rose längst nicht alles wie erhofft. In der Offensive sorgen Wechselgerüchte um Superstar Erling Haaland für Unruhe und in der Verteidigung stellte sich zwischenzeitlich ein Negativrekord ein, der nur durch die schwächeren Ergebnisse von 1986 gestoppt wurde. Einen derart schwachen Schnitt gab es zuletzt im Relegationsjahr.

Mit dem VfL Bochum gab es dennoch eine Überraschungsmannschaft. Denn der Aufsteiger spielte zeitweise bockstark auf. Nach einem grandiosen 4:3-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund am 32. Spieltag sicherte sich der Klub verdientermaßen den Nichtabstieg. Trainer Thomas Reis scheint es gelungen zu sein, ein echtes Team zu formen, das mit Herz und Leidenschaft aufspielt.

Und auch Köln-Coach Steffen Baumgart schaffte es mit seiner unverfälschten Art in die Herzen der Fans. Mit Sprüchen wie, „wenn ich demnächst eine Doktorarbeit schreiben muss, bevor ich zum Interview gehe, dann sollte man mir das vorher sagen“ begeisterte er die Anhänger der Domstädter und landete mit seinem Team am Ende auf einem starken siebten Rang.

Am 28. Januar dieses Jahres gab Max Eberl, teils unter Tränen, seinen Rücktritt als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach bekannt. Nach 23 Jahren im Klub gab er Erschöpfung als Grund für sein Aus an. Anschließend wand er sich in einem emotionalen Brief an die Fohlen-Anhänger und erklärte, dass ein „einfach weiter so“ für ihn bedrohlich geworden wäre.

Früh zeigte sich, dass für Aufsteiger Fürth die Bundesliga dann doch eine Nummer zu groß ist. Überraschenderweise tat es Hertha den Kleeblättern gleich und rutsch ins Niemandsland der Tabelle ab. Die Verpflichtung von Felix Magath sorgte dann für mächtig Wirbeln in der Hauptstadt und für eine der größten Überraschungen der Saison. Und Magath zeigte sich früh als Orakel und prophezeite bei seinem Antritt die Relegation gegen dien HSV. Und tatsächlich kam es genau so.

Im nächsten Jahr feiert die Bundesliga ihr 60. Jubiläum. Dass sich an der Tabellenspitze etwas ändern wird, ist dennoch zu bezweifeln.

Andreas Wagner
62 Artikel
Andreas ist seit mehr als zehn Jahren als freier Sportjournalist tätig und hat in dieser Zeit redaktionelle Arbeit für diverse Formate, unter andere ...