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Mit EQ zum Sieg: Wie man Poker Emotionen kontrollieren kann

Ein erfolgreicher Pokerspieler ist nicht nur ein strategischer Experte und oft noch geübt in der Stochastik, er sollte auch Skills der nonverbalen Kommunikation beherrschen und fähig sein, diese zu lesen sowie selbst anzuwenden. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit, die eigenen Emotionen kontrollieren zu können. Emotionale Intelligenz, eine Portion Glück und ein paar handfeste Skills der Wahrscheinlichkeitrechnung bilden nicht selten die Erfolgsformel für den großen Gewinn…

bluff

Welche Poker Emotionen gibt es?

Poker gilt gemeinhin als emotionsloses Spiel. Diese Annahme ist allerdings nicht ganz korrekt, da es kaum ein Spiel gibt, dass den Adrenalinpegel soweit nach oben treibt und zwangsweise Emotionen freisetzt. Die dabei entstehenden Gefühle kontrollieren zu können, ist wohl das eigentliche Kunstsstück in diesem nervenaufreibenden Spiel.

Welche Situationen bringen Sie ins Schwitzen?

  • Wenn Sie trotz eines Bad Beats (offensichtlich starke Hand) trotzdem verloren haben, steht erst mal das gesamte Weltbild auf dem Kopf.
  • Wenn Sie wissen, Sie halten gerade das beste Blatt und Sie kann keiner mehr aufhalten? Ruhig Blut bewahren, bevor es jemand merkt!
  • Sie entscheiden sich für einen All-In und die Schweißperlen tropfen bereits auf den Spieltisch?
  • Der Tilt ist besonders unangenehm, denn dann scheinen alle Chancen vertan und jeder Spielzug fühlt sich an wie ein langsamer Tod…

Ihr denkt, Ihr habt all diese Situationen völlig unter Kontrolle? Wenn Sie die emotionale Seite des Spiels vernachlässigt, dann sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie mit genau diesen Waffen geschlagen werden, denn Pokern auf mathematisches Geschick zu reduzieren, ist schlicht naiv.

Kann man Poker Emotionen kontrollieren lernen?

Poker Emotionen kann man kontrollieren lernen. Auch wenn es um sehr viel Geld gehen kann, sollte die erste aller Faustregeln sein, dass Sie ihre Gefühle außen vor lassen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Doch es gibt einige Tipps, die wir Ihnen mit auf den Weg geben können, um Ihre Emotionen kontrollieren zu lernen.

1. Jede Hand ist eine neue Hand

Ganz unabhängig davon, welche Hand Sie davor gespielt haben, wenn die Karten neu gemischt werden, fängt jedes auch bisher vermasselte Spiel von Neuem an. Schleppen Sie Ihre negativen Emotionen nicht mit, denn dann riskieren Sie höchstens, dass Sie sich in einen Tilt-Teufelskreis hineinsteigern und nicht mehr rauskommen.

2. Kämpfen Sie nicht gegen die Gesetze der Stochastik

Bad Beats haben was mit Pech zu tun, das kann sein. Dennoch hilft es nicht sich dagegen wehren zu wollen, indem Sie negative Emotionen anhäufen. So unpersönlich die Karten verteilt wurden, so unpersönlich müssen Sie sich ebenfalls verhalten. Die Karten arbeiten nicht gegen Sie, das machen höchstens Sie selbst.

3. Machen Sie sich Ihre Emotionen bewusst.

Gerade wenn Sie am liebsten losschreien, jammern, weinen, oder losbrüllen wollen, sollten Sie sich zwingen, zu identifizieren und zu rationalisieren was in Ihnen vorgeht, um Ihre Emotionen kontrollieren zu können. Emotionen verhalten sich wie Energien. Eliminieren kann man sie nicht, aber man kann versuchen, sie in positive Emotionen umzuwandeln.

4. Lassen Sie Ihre persönlichen Probleme zu Hause

Zur Identifikation Ihrer Emotionen gehört auch, dass Sie sich bewusst zurückziehen, wenn Sie bereits wissen, dass Sie schlechte Laune haben. Wenn Sie persönliche Probleme haben, sind Sie auch schneller reizbar. Sie leiden womöglich unter Konzentrations-und Aufmerksamkeitsverlust.  Lassen Sie das Pokern in diesem Fall lieber und kommen zurück, wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Sie sich doch von Ihren Freunden überreden lassen, hilft vielleicht vorher eine kleine Meditation!

Das perfekte Pokerface

Wenn sie die oben genannten Tipps bereits verinnerlicht haben und versuchen sie umzusetzen, dann haben Sie bereits den ersten Schritt getan, um ihr persönliches Pokerface zu erlernen. Das Erlernen des eigenen Pokerfaces wird Ihnen auch dabei helfen, andere Menschen zu durchschauen. Der Mensch kann sich nicht komplett von seinen Emotionen und seiner eigenen Körpersprache losreißen. Mit etwas Übung können Sie die Tells des Gegenübers, also die minimalen Regungen hinter dem Pokerface durchschauen.

Bei den folgenden Tipps geht es erst mal darum, sich diesen emotionalen Auswirkungen bewusst zu werden. Wie Sie an diesen arbeiten, müssen Sie an sich selbst erproben und üben, da jeder Mensch letztendlich anders funktioniert.

1. Arbeiten Sie an Ihrer Mimik

Die Mimik ist neben den Augen das Fenster zu Ihren Emotionen und kann sich auch bedingt durch den Kulturkreis und Ihrer Umgebung ändern, beziehungsweise anpassen. Manche Pokerspieler verwenden Mützen, Sonnenbrillen oder verstecken sich hinter ihren übergroßen Hoodies, um zu vermeiden, dass man sie durchschaut. Diese Hilfsmittel können Sie natürlich auch einsetzen, aber zum Teil wirken sie auch ziemlich lächerlich. Mit sehr viel Übung können Sie aber auch lernen diese Emotionen zu kontrollieren.

Vergessen Sie nicht, dass die Augen sehr viel Aufschluss über das Spielverhalten geben. An den Augen können Sie ablesen, inwiefern jemand bereit ist, mit Ihnen zu kommunizieren. Sie können ablesen, zu wem ein Spieler Blickkontakt aufbaut und können so etwas über die Machtverteilung am Spieltisch rausfinden. Ist jemand angespannt, sind ein nervöser Blick oder erweiterte Pupillen die Folge. Lernen Sie Ihre eigene Mimik kennen, aber auch die Ihres Mitspielers!

2.  Gestik und Körperhaltung

Werden Sie zum Oberservateur trügerischer Verhaltensweisen! Erinnern Sie sich an Bill Clintons Aussage zur Lewinsky-Affäre? Ein Mensch kann noch so auf öffentliche Auftritte geschult sein, doch seine kleinen unscheinbaren Gesten verraten dennoch viel über sein eigentliches Befinden. Presst Ihr Gegenüber die Lippen zusammen, oder weicht Ihrem Blick aus? Streicht sich die Person nervös übers Kinn, oder fängt an, sich unkontrolliert zu bewegen? Das alles sind Hinweise auf Täuschungsmanöver!

3. Die Stimme

Poker ist nicht unbedingt das kommunikativste Spiel, dennoch können Sie am Verbalverhalten Ihres Mitspielers erkennen, ob jemand gerade entspannt oder unentspannt ist. Ist jemand angespannt, steigt die Herzfrequenz der Stimme und die Person fällt etwa durch Sprechpausen, eine spezifische Intonation oder schlimmstenfalls sogar durch Stottern auf. Wirkt Ihr Gegenüber aber sehr kontrolliert und entspannt in der Ausdrucksweise, dann hat er womöglich gute Karten!

Tipps, um ihre Emotionen beim Spiel zu steuern

Um an den oben genannten Punkten zu arbeiten haben wir einige gezielte Tipps aufgestellt, die Sie beim nächsten Spiel direkt anwenden können. Denken Sie daran, dass Sie am Pokertisch eine Rolle spielen müssen. Lassen Sie Ihre Gefühle zu Hause und wenn Sie denken, dass Ihr Gesicht ein offenes Buch ist, dann versuchen Sie es am Anfang tatsächlich mit einer Sonnenbrille und einer runtergezogenen Kapuze.

Beim Bluff handelt es sich um eine absichtlich herbeigeführte Täuschung, die den Gegner auf die spielerisch falsche Fährte schicken soll. Den Bluff können Sie nicht nur strategisch auslösen, sondern auch mit einigen geübten Gesten unterstützen.

Soft Skills wie die Kontrolle von Emotionen sind zwar wichtig, aber mathematische Fähigkeiten oder schlicht Erfahrungen gehören am Pokertisch genauso dazu. Trainieren Sie ihre Skills in der Stochastik und bauen Sie auf Ihre Erfahrungen im Spiel.

Auch die Persönlichkeit spielt eine Rolle. Sie werden am Pokertisch Mitspieler treffen, die eher dazu neigen zu bluffen und in die Offensive zu gehen. Ein anderer Typus wird eher dazu tendieren, sich auf Zahlen und Stochastik zu konzentrieren und daher wenig auf Risiko spielen, da er seine Sicherheit rechnerisch zu fassen versucht. Dann gibt es auch Persönlichkeitstypen, die am Spielgeschehen teilhaben wollen, oft callen, aber weniger in die Offensive gehen. All diese Persönlichkeitstypen wurden auch schon in der „Golden Profiler of Personality“ definiert. Versuchen Sie Ihre eigenen Persönlichkeit, aber auch die ihrer Mitstreiter zu durchschauen und anschließend als Vorteil für sich zu nutzen.

Vielleicht haben Sie in dem Artikel einige Anregungen gefunden, um Ihre Soft Skills beim nächsten Mal gezielt zu trainieren? Die Fähigkeit Emotionen zu kontrollieren, lohnt sich nicht nur beim Pokerspiel. Auch im Alltag, Beruf und allen persönlichen Belangen kann es helfen, sich selbst zu durchschauen und sich auf dem Gebiet der nonverbalen Kommunikation zu üben.