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Dead Gamblers Society: Das geheime MIT Blackjack Team

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Wer den Film „21“ gesehen hat, kennt den Plot. Eine Gruppe junger, attraktiver und hochintelliger Studenten gründen einen Geheimclub, um Blackjack zu spielen. Was anfangs harmlos startet, entwickelt sich zu einem mathematisch höchst strategischen Spiel. Doch bald wird aus den Spielbank-Jägern selbst Gejagte. Eine kleine Hintergrundstory über den wahrscheinlich gewieftesten Geheimclub der Geschichte…

Entstehung des MIT Blackjack Teams

Im Jahr 1979 fand sich zunächst eine Gruppe junger Studenten des Burton-Conner Hauses des Massachusetts Institute of Technology zusammen, die sich neben dem harten Studium an der Elite-Uni zum Kartenspielen treffen wollten. Doch wenn ein derartig talentierter Kreis der Eliteuni zusammenkommt, ist es eher unwahrscheinlich, dass es beim einfachen Freizeitspiel bleibt. Die vor allem mathematisch begabten Studenten entwickelten Strategien für das Kartenzählen, um den Vorteil des Gegenübers methodisch zu minimieren und sich selbst von Spiel zu Spiel an die Spitze der Spielothek-Welt zu katapultieren.

Nach und nach spielte das MIT Blackjack Team zunehmend professioneller, konzipierte offiziell Strategien, rekrutierte per Bewerbungsverfahren neue Spieler, und entwickelte so langsam die Idee, auch die Welt außerhalb des MIT zu erobern.

Wer waren die Studenten des geheimen MIT Blackjack Teams?

Hinter der als MIT Blackjack Team bekannt gewordenen Truppe steht jedoch ein Initiator, der den Weg allerdings von der Nachbar-Universität Harvard fand. Bill Kaplan, Harvard Absolvent des Jahrgangs 1977, gilt als der eigentliche Inventor des geheimen Blackjack Clubs. Der Harvard Business School Absolvent ließ sich bereits von Edward Thorps Buch „Beat the Dealer“ strategisch vom Kartenzählen inspirieren und fing nach seinem Abschluss an, Blackjack Teams in Las Vegas zu managen. Die Spielbank-Welle in Atlantic City brachte Kaplan dazu, nun auch die Ostküste zu erobern, und stieß so zu den Freizeitspielern der amerikanischen Uni, die er schnell als formbare Rohdimanten seines Spielothek-Projekts entdeckte. Ihnen bringt er das professionelle Kartenzählen bei.

J.P. Massar, ein Student und Bill Kaplan kamen in Cambridge eher zufällig ins Gespräch, bevor die Legende sich ihren Weg bahnte.

Bill Kaplan, J.P. Massar und Johnny Chang gehören zur DNA des MIT Blackjack Teams. Um das Gespann herum, versammelten sich schließlich auch andere Freunde und Kommilitonen; einige von der Harvard-Universität, andere von der Princeton.

Jeff Ma und Mike Aponte zählten zu den Rockstars des Geheimclubs. Jeff Ma, ein Asiate, der als Genie bekannt war, wurde schnell mit den Regeln Thorp's und den Tricks des Kartenzählens vertraut, während Mike Aponte, den geheimen Club bald managte und für die Rekrutierungen zuständig war. Weitere bekannte Namen sind  Semyon Dukach, George Sawyer , Jon Hirschtick, Neelan Choksi, Jane Willis, Laurie Tsao,  oder Andy Bloch.

Wie finanzierte sich das MIT Blackjack Team?

Am Anfang war vom glamourösen Las vegas Leben noch nicht viel zu spüren und die Gruppe musste erst mal auf die Suche nach Investoren gehen. Anders als im Film 21 dargestellt, war es kein Professor, der die Gruppe finanzierte, sondern der Geheimclub selbst. Sie formten sich einfach in eine Massachusetts Limited Partnerschaft namens Strategic Investments, das ihnen erlaubte, offiziell Kapital anzuhäufen.

Strategie und Technik

Kartenzähltechnik

Die Strategie Karten zu zählen ist seit den 60er Jahren bekannt. Es ist keine illegale Methode, da man sich einfachen, mathematischen Strategien bedienen kann, die einen direkten Vor/Nachteil am Kartentisch errechnen. Das MIT Blackjack Team professionalisierte seine Strategien und war dank des akademischen und  mathematischen Inputs bestens für die Optimierung ausgerüstet.

Sie orientierten sich vor allem am oben genannten Buch von Edward Thorp, der bereits 1962 einige mathematische Strategien veröffentlichte und das Kartenzählen als eine erfolgreiche Strategie für Blackjack beschreibt.

Beim Blackjack gilt, dass höhere Karten (Bildkarten+10) vorteilhaft für den Spieler sind, um schneller die 21 zu erreichen. Das übergreifende Prinzip der Kartenzähl-Strategien beinhaltet daher zu zählen, ob das Kartendeck vermehrt hohe oder niedrige Karten hat. Es geht also darum, Karten einen bestimmten Wert zuzuordnen. Der sich daraus ergebende Richtwert bestimmt im Anschluss den Vorteil oder Nachteil für den Spieler.

Es gibt viele verschiedene Systeme, um das Kartenzählen anzuwenden. Eine davon ist die Hi-Opt-I Technik.

    • Man unterteilt die Karten einfach in verschiedene Gruppen und gibt jeder Gruppe (hohe Karten, niedrige Karten) einen Richtwert von entweder +1 oder -1.
    • Zählt man die Karten-Folge nach diesen Richtwert im Laufe des Spiels zusammen, ergibt sich der Count.
    • Dieser gibt einfach das Verhältnis von den hohen zu den niedrigen Karten.
    • Es ergibt sich also entweder eine positive oder eine negative Zahl, die bestimmend für den Vorteil oder Nachteil des Spielers sind.
    • Auf Basis der Zahl kann man seine nächste Spielentscheidung also anpassen. Auch die anderen Kartenzähl-Systeme funktionieren vom Prinzip her ähnlich

Team-Geschichte

1989-1990

Das MIT Blackjack Team spielte von ca 1980-1990 in einer wachsenden Gruppe von etwa 35 Spielern (1984) und einem Kapital von 350.000 Dollar. Nachdem der Initiator des Teams Bill Kaplan bereits seit 1977 erfolgreich spielte, erreichte er einen Punkt, an dem er sein Gesicht in keiner Spielothek mehr zeigen konnte. Dies bestätigte seine Entscheidung schließlich in sein Tagesgeschäft zurückzugehen und später nur noch als Gelegenheitsspieler und Investor im Geheimclub zu wirken.Der geheime Club spielte in den folgenden Jahren mal on, mal off. Allerdings erschwerten neue Spielbank-Regeln die Strategien und der schwache Fokus auf das Management ließ die Gruppe langsam auseianderfallen. Insgesamt 70 Spieler waren in den Jahren im Team beteiligt. Das Team hatte 22 Partnerschaften von 1979 bis 1989, die alle insgesamt profitabel waren.

1992-1993

Die drei Initiatoren des MIT Blackjack Teams beschlossen 1992 in die Eröffnung der Foxwood Spielotheken zu finanzieren, wo auch neue Spieler ausgebildet wurden. Die Masachusetts Limited Partnerschaft wurde wie oben beschrieben in Strategic Investments getauft und erzielte in den kommenden Jahren Millionen von Dollar. Andy Bloch machte nach eigenen Aussagen ca. 100.000 Dollar im Jahr.

In dieser Zeit spielte der geheime Club vor allem die von Edward Thorp entwickelte High Low Strategie. Zu manchen Zeiten spielten etwa 30 Spieler des MIT Blackjack Teams gleichzeitig. Doch die hohen Profite, die das Team erlangte, steigerte auch die Gefahr erwischt zu werden und so wurden viele Mitglieder des Geheimclubs enttarnt und gesperrt und durch neue Spieler ersetzt.

Die Verbindung zu den Elite-Universtitäten konnte schnell identifiziert werden und so kam es, dass das MIT Team am 31. Dezember 1993 aufgelöst wurde.

1994

Es gab immer eine Reihe von Spielern, die nicht genug kriegen konnten und das MIT Blackjack Erbe weiter einsetzten. Unter Semyon Dukach und Mike Aponte entstanden die zwei Blackjack-Gruppen „The Amphibians“ und „The Reptiles“, die die die Einnahmen aus den vergangenen Jahren nutzten, um ihre neuen Teams zu finanzieren. Um die 50 Spieler gehörten bald zu den Teams und  gewannen Millionen, bis sie sich langsam auflösten.

Das Ende vom Spiel

Laut des Autors Ben Mezrich gibt es heute immer noch eine aktive Gruppe von MIT Blackjack Spielern, die im Geheimen Kartenzählen. Doch die Glanzjahre des geheimen Clubs gehören der Vergangenheit an und technische Innovationen wie der Gesichtserkenner oder der automatische Kartenmischer erschweren das Kartenzählen enorm.

Heute sind die ehemaligen MIT Blackjack Spieler erfolgreiche Unternehmer, Partner oder haben das Kartenspielen tatsächlich professionalisiert. Der ehemalige Spieler Andy Bloch etwa ist ein bekannter Pokerspieler und Johnny Chang oder Mike Aponte und Jeff Ma arbeiten heute noch in Gl+cksspiel-Unternehmen.

Manch einer wird sich jetzt trotz der zahlreichen Sicherheitsmechanismen in den Spielbanken von der Geschichte und den Erfolgen des MIT Blackjack Clubs zum Kartenzählen inspiriert fühlen. Ist Kartenzählen nun legal oder nicht? Welche weiteren Strategien gibt es? Und sind diese auch auf andere Spiele übertragbar? In diesem Artikel beantworten wir Euch Eure Fragen.