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Champions League Spieltag 6 – Unsere Analyse zu den wichtigsten Matches

Champions League Spieltag 6

Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte hat der FC Salzburg das Achtelfinale der Champions League erreicht. Mit einem Sieg über den FC Sevilla feierten die Österreicher den historischen Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse. Borussia Dortmund und der FC Barcelona hingegen spielen im neuen Kalenderjahr in der Europa League.

Und auch für die Leipziger geht es 2022 mit dem Minimalziel Europa League weiter. Der VfL Wolfsburg hingegen landete trotz einer vermeintlich leichten Gruppe auf dem letzten Platz, der das komplette Aus auf internationalem Parkett bedeutet.

Salzburg feiert Fußballgeschichte (8.12.21)

Am 8.Dezember 2021 hat der FC Salzburg Fußballgeschichte geschrieben. Als erste österreichische Mannschaft hat Salzburg den Sprung in die K.o.-Phase geschafft. Nach zwei Pleiten in Wolfsburg und Lille kehrten die Bullen rechtzeitig auf die Erfolgsspur zurück und konnten den dritten Matchball mit einem 1:0-Erfolg gegen den FC Sevilla verwerten. Vor heimischer Kulisse erzielte den einzigen Treffer der Partie Noah Okafor.

Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sahen die Zuschauer die erwartete Zitterpartie. Salzburg begann stark und versuchte immer wieder die Gäste aus Andalusien zu attackieren, während Sevilla weitestgehend vom eigenen Tor ferngehalten werden konnte. Doch der letzte Pass fand meist keinen Abnehmer.

Das führte dazu, dass die Spanier mit zunehmender Spieldauer immer stärker wurden. Mit dem 0:0 zur Pause aber war Salzburg quasi im Achtelfinale. Doch die Österreicher wollten zum Abschluss den Sieg und fünf Minuten nach dem Pausentee traf Okafor nach einem Pass des pfeilschnellen Adeyemi aus fünf Metern zum 1:0.

Salzburg verpasste gar noch einige Male die Chance auf die Vorentscheidung. Doch am Ende ließen die Österreicher nichts mehr anbrennen und zogen als jüngste Mannschaft im Wettbewerb ins Achtelfinale ein.

Bayern makellos – Barca historisch schlecht (8.12.21)

Der FC Bayern München schloss die Gruppenphase der Champions League mit einer makellosen Bilanz ab. Im sechsten Spiel feierten die Münchner den sechsten Sieg. Gegner Barcelona hingegen hat zum ersten Mal seit 21 Jahren den Einzug in die K.o.-Phase verpasst. Mit einem Sieg in München hatten die Katalanen die Möglichkeit aufs Achtelfinale in der eigenen Hand.

Doch gegen einen starken Rekordmeister war der Renommierklub von der iberischen Halbinsel zu jeder Spielminute haushoch unterlegen. Am Ende musste man mit einer 0:3-Pleite den Gang in die ungeliebte Europa League antreten.

Für die Bayern traf Thomas Müller nach etwas mehr als einer halben Stunde für die die verdiente Führung und feierte gleichzeitig seinen 50. Treffer in der Königsklasse. Bis zur Halbzeit gaben die Bayern weiter das Heft nicht aus der Hand und bekamen gar noch Schützenhilfe von Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen.

Der Keeper ließ sich vom schwachen Spiel seiner Vorderleute anstecken und ließ Leroy Sanes Distanzschuss durch die Finger gleiten. Auch wenn hier die Schusstechnik Sanes lobend erwähnt werden kann. Nach dem Seitenwechsel besorgte Jamal Musiala in der 62. Minute den Endstand.

Wolfsburg mit leeren Händen (8.12.21)

Der VfL Wolfsburg hatte vor der abschließenden Gruppenpartie gegen OSC Lille gar noch die Chance auf das Achtelfinale. Doch am Ende reichte es nicht einmal für die ungeliebte Europa League. Vor heimischem Publikum hagelte es für die Wölfe gegen den Klub aus Frankreich eine 1:3-Pleite und damit gleichzeitig auch den letzten Gruppenplatz.

Die Elf von Florian Kohfeldt konnte das Tempo der Gäste oftmals nicht mitgehen und geriet folgerichtig bereits nach elf Minuten in Rückstand. Nach einer Ecke der Wölfe konterten sich die Franzosen mit wenigen Kontakten, aber umso mehr Speed vor das Tor der Hausherren, wo Burak Yilmaz schließlich eiskalt zum 1:0 vollstreckte.

Große Probleme hatten die Wolfsburger vor allem mit Jonathan Ikone, der sich fast nach Belieben mit den Abwehrmännern der Wölfe spielte. Doch nicht Ikone war es, sondern sein Namensvetter Jonathan David, der in der 72. Minute das zweite Tor für die Gäste besorgte. Nur sechs Minuten später folgte das dritte Tor durch Angel Gomes und die Ratlosigkeit bei den Wolfsburgern wurde immer größer. Eine Minute vor dem regulären Spielende gelang Renato Steffen immerhin noch der Anschlusstreffer.

Andreas Wagner
72 Artikel
Andreas ist seit mehr als zehn Jahren als freier Sportjournalist tätig und hat in dieser Zeit redaktionelle Arbeit für diverse Formate, unter andere ...